Ist Ihr Unternehmen zukunftsfähig? Wettbewerb in einer digitalen Welt

 In Businesspläne für digitale Vorhaben, Digitale Transformation, Digitalisierung von Geschäftsmodellen

Veränderung aufgrund von Digitalisierung

Wie in den vergangen Jahren verändert die Digitalisierung auch in den kommenden Jahren den Wettbewerb in nahezu allen Branchen. Beispiele für konkrete Auswirkungen dieser Veränderungen sind:

  • Sinkende Kosten: in den nächsten fünf Jahren werden durch Automatisierung die Kosten um durchschnittlich 18% über alle Branchen hinweg sinken (Ergebnisse PwC Studie aus dem Jahr 2016).
  • Verbesserte Leistung: durch Digitalisierung verbesserte Leistungen von Produkten und Services führt zu rund 15% mehr Umsatz in den kommenden fünf Jahren (Ergebnisse PwC Studie aus dem Jahr 2016).
  • Neue Wettbewerber: Regeln, Erwartungen und Kulturen ändern sich durch neue Spieler (wie durch Amazon Business in der Großhandelsbranche oder durch Uber in der Taxibranche).

Die Beispiele geben einen Eindruck vom anstehenden Wandel, der auch in fünf Jahren noch nicht abgeschlossen sein wird. Will ein Unternehmen mittel- und langfristig im Wettbewerb überleben, ist nach unserer Überzeugung eine Auseinandersetzung mit dem Thema Digitalisierung notwendig. Am Ende dieses Wandels muss nicht jedes Unternehmen digital sein, so wie es auch heute nach rund 200 Jahren industrieller Revolution in Deutschland noch Traditionsberufe wie beispielsweise Küfer oder Hufschmiede gibt. Allerdings sind diese Berufe heute selten im Vergleich zu früher.

Wie weit ist Ihr Unternehmen auf dem Weg zum digitalen Unternehmen?

Die große Masse der Unternehmen wird sich der Digitalisierung und den durch sie ausgelösten Veränderungen stellen müssen. Diese Erkenntnis verbreitet sich zunehmend in Unternehmen und Gesellschaft. Auch Sie wurden vermutlich schon von Kunden, Kapitalgebern, Kooperations-partnern oder Mitarbeitern nach einer digitalen Strategie oder einem digitalen Geschäftsmodell Ihres Unternehmens gefragt.

Um diese Frage ernsthaft zu beantworten, sollten Sie wissen, wo Ihr Unternehmen auf dem Weg zum digitalen Unternehmen steht, wohin Ihr Unternehmen will und wie es dorthin gelangen kann. Ein guter Start für die Erarbeitung einer digitalen Strategie ist es zu wissen, wo man steht. Der Stand der digitalen Transformation und damit der Digitalisierungsgrad eines Unternehmens beziehungsweise seines Geschäftsmodells lässt sich aus unserer Sicht am besten anhand

bestimmen. Diese Standortbestimmung setzt üblicherweise einige Analysen voraus. Der von uns entwickelte Selbsttest zur Bestimmung des digitalen Reifegrads liefert erste Hinweise zum Stand der Digitalisierung. Darüber hinaus kann er Diskussionen anregen und Anstöße für Ideen geben. Er ersetzt jedoch nicht weitergehende Betrachtungen.

Der Weg zur Zukunftsfähigkeit

Wichtiger als den aktuellen Digitalisierungsgrad zu kennen, ist aus unserer Sicht das Ziel und den Weg zu diesem Ziel zu kennen. Denn Digitalisierung bietet für Unternehmen zahlreiche Chancen und aber auch Risiken. Um die Chancen zu nutzen und den Risiken adäquat zu begegnen, ist systematisches Vorgehen gefragt.

Dazu wurde aus bestehenden Ansätzen und umfangreichen Erfahrungen im Rahmen von Beratungs- und Forschungsprojekten ein Vorgehensmodell entwickelt (siehe die folgende Abbildung). Es bietet einen strukturierten Ansatz, um Unternehmen und ihre Geschäftsmodelle digital zu transformieren.

Das Vorgehensmodell beginnt mit einer Erfassung des Standorts, der digitalen Realität. Im nächsten Schritt (digitale Ambitionen) werden die Ziele der Digitalen Transformation diskutiert und festgelegt. Das langfristige Idealbild eines digitalen Unternehmens verkörpert das sogenannte „Real Time Enterprise“ (deutsch: Echtzeitunternehmen), ein Geschäftsmodellkonzept, bei dem alle Prozesse eines Unternehmens vom Marketing und Vertrieb über Produktentwicklung bis zu Produktion und Buchhaltung vollständig digitalisiert und damit automatisiert sind. Bekannte Beispiele für bereits heute weitgehend digitalisierte Unternehmen sind Google, Amazon, Facebook oder Uber.

Potentiale aufdecken

Im dritten Schritt (digitale Potentiale) werden die Möglichkeiten erfasst, die Ziele zu erreichen. Dies können zum Beispiel bestehende Informations- und Telekommunikationssysteme sein oder künftige Technologien wie künstliche Intelligenz. Auch von anderen Unternehmen zu lernen kann nützlich sein (Best Practices). Im vierten Schritt (digitaler Fit) werden die Möglichkeiten bewertet, die Ziele zu erreichen. Unternehmen müssen ihre bestehenden Strukturen (z.B. Prozesse, IT-Systeme) und Möglichkeiten (z.B. Mitarbeiter, Finanzierung) berücksichtigen. Im letzten und umfangreichsten Schritt (digitale Implementierung) werden die erforderlichen Maßnahmen definiert, umgesetzt und überwacht. Das Vorgehensmodell kann selbstverständlich individuell angepasst werden, indem einzelne Phasen und Aktivitäten je nach Bedarf vertieft oder zusammengefasst bzw. übersprungen werden.

Auch die längste Reise beginnt mit einem ersten Schritt. Ihr erster Schritt, Ihren eigenen Weg in die digitale Welt zu finden kann unser Selbstbewertungstest zur Bestimmung des digitalen Reifegrades Ihres Unternehmens sein.

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